Das planlose Triathlontraining

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Wie ich ja schon in meinem letzten Artikel erzählt habe, steht für 2016 ein Triathlon auf dem Programm. Da man so etwas ja nicht einfach aus der Hosentasche macht, sollte man dafür schon trainieren. Und da sind wir schon beim Problem, es gibt Trainingspläne, Bücher, Internetforen usw. in denen ganz genau beschrieben wird wie man einen Triathlon erfolgreich absolvieren wird. Aber wer bitte hat so viel Zeit?
Ich persönlich habe eine Frau (also fast 😉 ), zwei Kinder und einen Beruf der mich im Sommer voll und ganz einspannt. All diese gut gemeinten Trainingspläne sind sicherlich hilfreich, aber wohl für Menschen gemacht die am Tag zwischen drei und fünf Stunden arbeiten und das Wochenende frei haben.
Ein Buch sollte helfen: „Triathlon – Ein Trainingsbuch für Berufstätige“ ist ein klasse Buch, welches wirklich sehr hilfreich sein kann. Leider sind die Trainingspläne hier auch zum Teil für Menschen mit regelmässigen und nicht sehr vielen Arbeitsstunden. Weiterhin müsste man sein soziales Umfeld ebenfalls deutlich vernachlässigen. Für mich stellte sich nun die Frage:“ Lassen wir das mit dem Triathlon? “

 

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Mir ist als Sportlehrer im Leistungssport natürlich vollkommen klar, dass ohne eine Trainingssteuerung kein großer Erfolg zu erwarten ist. Ich entschied mich für einen Selbstversuch: Training wenn mein soziales Umfeld und mein Beruf es zulassen. Es passierte also, dass ich in einer Woche nur einmal ein paar Kilometer laufen konnte, in einer anderen Woche aber viermal alle drei Sportarten trainiert habe. Training aus dem Bauch heraus und ohne Plan und System. Natürlich wird jede Trainingseinheit genauestens analysiert und verglichen. Nach den ersten drei Monaten muss ich nun feststellen, dass eine Leistungssteigerung eintritt, zwar langsam, aber das war ja auch zu erwarten.

 

SchwimmenDie drei Sportarten motivieren mich sehr unterschiedlich. Die brutalste Überwindung ist definitiv das Schwimmtraining. Sicherlich auch weil meine Technik eine Katastrophe ist, aber auch weil es so unglaublich langweilig ist. Laufen war für mich schon immer eine schöne und entspannende Bewegungsform. Meine große Liebe ist aber nun das Radfahren. Bisher war ich immer mit dem Mountainbike unterwegs und habe in meiner Jugend sogar mal eine Alpenüberquerung ohne bleibende Schäden überstanden, aber mit einem Rad über Landstrassen zu fahren ist ein Traum. Das einzige Problem ist allerdings das Sportgerät. Momentan fahre ich mit einem neun Jahre alten, schweren und trägen „Fitnessrad“. Na klar, das geht auch, vor allem wenn das Budget momentan nichts anderes zulässt.

Auf jeden Fall macht mir selbst das planlose Training unglaublich viel Spaß und es erfüllt voll und ganz seinen Zweck!!!

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