Laufen, Ernährung und das Nikotin

Eigentlich ist dieses hier ja ein Blog über Reisen. Dieses schließt allerdings nicht aus, auch über andere Ereignisse in meinem Leben zu berichten. Wie z.B. die Entstehung der Zuneigung zum Ausdauersport.

Alles begann im Oktober 2014 mit einer kleinen Lungenentzündung. Dieser hartnäckige Virus fesselte mich doch tatsächlich vier Tage an mein Bett. Für mich nicht nur ungewöhnlich, sondern auch unvorstellbar über solch einen Zeitraum absolut still gelegt zu sein.
Am Ende dieser, gefühlt unendlich langen Auszeit, stellte ich dann fest, wie lange ich nicht mehr geraucht hatte. Diese Chance wollte ich nun nutzen und beschloss einfach mit dem Rauchen aufzuhören. Erstaunlicherweise ist dieses bis zum heutigen Tage überhaupt kein Problem.
Wie immer im Leben gibt es aber auch eine andere Seite der Medaille. Mein Gewicht entschied sich dazu meine Waage in Richtung Unendlichkeit schiessen zu lassen. Ich war der festen Überzeugung, wenn ich keine Ersatzdrogen wie Chips, Schokolade, Süßigkeiten oder ähnliches zu mir nehmen würde, hält sich die Gewichtsexplosion in Grenzen. Weit gefehlt. In nur sechs Wochen hatte ich rund neun Kilo zugenommen!!!
Was konnte ich tun?

Punkt 1, die Ernährung. Seit Mitte 2014 bin ich ja schon ins Lager der Vegetarier gewechselt. Dieses bedeutet zwar eine gesündere, aber nicht unbedingt eine gewichtsreduzierende Ernährung. Also entschloss ich mich ebenso dem Trend der kohlenhydratarmen Ernährung zu folgen. Bei der Kombination Vegetarisch und Low-Carb bleibt aber in den meisten Restaurants auf der Karte nur noch das Stille Wasser übrig, und genau diesem Grund wird bei einigen Restaurantbesuchen auch gesündigt. Zuhause lässt sich diese Kombination allerdings sehr gut leben. Mit der Anschaffung eines Thermomix ist eine gesunde und kohlenhydratarme Ernährung kein Problem.

Punkt 2, Sport. Glücklicherweise besteht durch meinen Beruf in diesem Thema eine gewisse Kompetenz. Also wurden Trainingspläne geschrieben, welche mangels Zeit schnell wieder gelöscht wurden. Trotz allem gelang es mir zwei bis drei mal in der Woche zu laufen. Geschuldet der Tatsache, dass ich in der ersten Hälfte meines Lebens Leistungssport betrieben habe, entstand nach kürzester Zeit die Frage: „Sport ohne Wettkampf? Schwachsinn“.
Also ab ins Netz und einfach mal für einen 10 km Wettkampf anmelden. Zum Glück war der „Hase“ (meine zukünftige Frau) auch direkt Feuer und Flamme.
Angemeldet hatten wir uns für den Osterlauf in Paderborn. Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, was uns erwartet. Dieser Lauf ist der Älteste in Deutschland und mit über 4000 Läufern schnell ausgebucht gewesen. Plötzlich war ich inmitten einer Laufgemeinde, die über Pulsuhren, Kompressionsstümpfe und Laufanalysen diskutierten. Eigentlich wollte ich ja nur abnehmen, aber dieses ganze Drumherum hatte irgendwie was.
Wie es bei so ergebnisorientierten Menschen wie mir so ist, musste ein Ziel für diesen Lauf her. Ankommen war mir zu wenig. Die magische Grenze hieß unter 60 min zu bleiben. Um es vorweg zu nehmen, es wurden 58:11 Minuten.
Aber das war gar nicht das Thema, es war dieses Gefühl durch die Strassen zu laufen wo Menschen dich anfeuern, du ständig auf die Uhr schaust und überglücklich über die Ziellinie sprintest. Einfach nur schön.
Natürlich stellt man sich, nachdem die ersten Glücksgefühle verflogen sind, die Frage was nun kommt.
Die ersten Überlegungen gingen in Richtung Halbmarathon. Nun ist aber eine andere Entscheidung gefallen: 2016 wird es für mich einen Triathlon geben. Mal schauen wie das Training so läuft.

 

 

 

 

 

 

 

Ach ja, die Kilos purzeln übrigens weiter 😉

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