Amsterdam Dezember 2014

GrachtenWas gibt es schöneres als zwischen den Feiertagen zu verreisen? Wenn man nicht gerade in den Schnee möchte, oder kann, bietet sich eine Städtereise an. Dieses Jahr sollte es Amsterdam sein. Eine Stadt voller Leben und dem besonderen, nicht zu erklärenden Flair.
Los ging es am 27.12.14 morgens früh. Leider ereilte den Westen Deutschlands in dieser Nacht eine Schneefront, was die knapp 300 km Autofahrt nicht gerade zu einem Kinderspiel machte. Angekommen sind wir dann doch noch gegen Mittag. Nach dem einchecken in unserem süßen Hotel (dazu später mehr) begann das nächste Abenteuer, die Parkplatzsuche. In verschiedenen Reiseblogs wurden Tips zu diesem Thema schon gegeben. Ein Parkplatz in der Innenstadt zu bekommen ist entweder unmöglich, oder extrem teuer. Da wenig Motivation bestand für 24 Stunden 50€ bezahlen zu wollen, folgten wir einem dieser schon erwähnten Tips und suchten einen P&R Parkplatz etwas ausserhalb der Stadt. Dieser wurde auch recht schnell gefunden. Wenn man dort sein Auto abstellt, sollte man allerdings am besten den Schlüssel stecken lassen und die Türen öffnen. Damit würde man dem Vandalismus entgegentreten. Kurz um, hier bleibt mein Auto NICHT stehen. Amsterdam ist eine Stadt, in der man für sein Auto eine bewachte Parkmöglichkeit haben sollte. Nach etwas suchen haben wir uns für das Parkhaus am Waterlooplein entschieden. Hier parkt man für „nur“ 30€ pro 24 Stunden.
Als Unterkunft diente das Hotel Toon. Ein kleines und sehr schönes Stadthotel, welches äußerst günstig gelegen ist um alle Aktivitäten zu Fuß bewerkstelligen zu können. Das Zimmer war sehr stilvoll und gemütlich eingerichtet, der Service freundlich und zuvorkommend. Einziges Manko, die Lautstärke ausserhalb des Hotels. Hier halfen allerdings die Ohrstöpsel. Für mich das Beste B&B Hotel!!! Ach ja, hier gibt es übrigens auch einen erstklassigen Kaffee. Schaut einfach mal auf Facebook.
Der Restliche Tag wurde nun damit verbracht, sich bei Schneeregen und 2 Grad durch die Stadt zu kämpfen. Unglaublich was da los war. Verschiedene Weihnachtsmärkte, schöne kleine Bierkneipen, Coffeshops und der Rotlichtdistrikt brachten uns Abends zurück in unser gemütliches Zimmer.

van GoghDer nächste Tag stand nun im Zeichen der Kultur. Ein hervorragendes und sehr gesundes Frühstück in unserem kleinen Hotel lies den Tag wunderbar starten. Hinzu kam, dass das Wetter mit herrlichem Sonnenschein frohlockte.  Auf ging es in das Rijksmuseum (Reichsmuseum). Neben so bekannten Künstlern wie Rembrandt, van Gogh und Vermeer, waren wirklich auch beeindruckende Werke anderer niederländischer Künstler aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande zu bewundern.

 

Pflicht bei einem Amsterdambesuch ist natürlich auch eine Fahrt durch die Grachten. Zugegeben, eigentlich halte ich so etwas für Touristenquatsch. Inzwischen habe ich aber erkannt, dass wenn man mit einer Kamera bewaffnet in einer Reihe von Menschen vor einem Denkmal steht, auch ich ein Tourist bin. In vollem Bewusstsein auch zu der Spezies Tourist zu gehören, entschlossen wir uns kurzerhand zu einer Fahrt durch die Grachten. Eine gute Entscheidung. Unglaublich informativ war diese Fahrt in Bezug auf die Geschichte Amsterdams und den Niederlanden an sich.

Auch muss ich eine Sache ganz klar revidieren: War ich doch immer der Meinung in Holland könnte man nicht anständig essen, wurde ich nun eines besseren belehrt. Unglaublich gute Küche haben wir in diesen Tagen genossen. Natürlich musste man ein wenig abseits vom eigentlichen Geschehen suchen, aber alle Restaurants waren den Besuch wert.

Am nun letzten Tag unseres Wochenendtrips, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen noch an die See zu fahren. Nach einem wiederum hervorragendem Frühstück, ging es ins knapp 20 Minuten entfernte Zandvoort.
Zandvoort gehört sicherlich zu den Küstenstädten, welchen man nicht gesehen haben muss. Es ist hässlich, ungepflegt und unpersönlich. Trotz allem weckt Zandvoort Erinnerungen in mir, so dass es mich immer wieder dort hinzieht.
Von hier gibt es eigentlich nicht viel zu berichten.

Alles in Allem war es ein rundum gelungenes Wochenende. Abschalten in einer Stadt mit Charme die voller Leben ist.
Menschen die, wenn sie Einheimische sind, freundlich, nett und zuvorkommen sind.
Ich denke ich werde diese Stadt noch einmal im Sommer besuchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *